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Deutsche Gesellschaft für Angewandte Biostase e.V.

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Biostase - was ist das? Warum wollen Menschen sich einfrieren lassen?

Täglich sterben Menschen

weil der medizinische Fortschritt für sie zu spät kommt. Viele sterben an Krankheiten, die vielleicht schon in naher Zukunft geheilt werden können.

Biostase

Bei der Biostase wird der Stoffwechsel eines Menschen komplett und möglichst schonend angehalten, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortgesetzt zu werden.

DGAB

Die Deutsche Gesellschaft für Angewandte Biostase fördert Wissensvermittlung und Forschung auf diesen Gebieten. Sie schafft zudem eine Plattform für den Austausch zwischen an der Biostase und Kryonik interessierten Menschen.

Was ist Kryonik?

Das heute am weitesten fortgeschrittene Biostase-Verfahren ist die Kryonik. Hierbei werden die Körperflüssigkeiten durch eine sogenannte Vitrifikationslösung ersetzt. Solch eine Flüssigkeit hat die Eigenschaft erst bei ca. –130 °C zu erstarren, ohne dass Eiskristalle entstehen. Derart behandelte und gekühlte Körper können lange Zeit unverändert aufbewahrt werden. Wird für die Kühlung flüssiger Stickstoff verwendet, ist die Aufbewahrung zudem unabhängig von der Stromversorgung.

Bei der Kühlung im Rahmen der Kryonik werden zunächst Temperaturbereiche durchlaufen, die auch in der zeitgenössischen Medizin eine große Rolle spielen. So lässt sich bei bestimmten Operationen der Herzschlag bis zu eine Stunde anhalten, wenn man auf Temperaturen bis zu 15 °C kühlt. Ähnliche Methoden werden bereits routinemäßig im medizinischen Rettungswesen eingesetzt, denn durch Kühlung benötigen Zellen weniger Sauerstoff und Nährstoffe und produzieren weniger Schadstoffe; die Durchblutung kann vermindert werden. In der Natur ähnelt der Winterschlaf von Säugetieren, bei niedriger Körpertemperatur und seltenem Herzschlag diesen Methoden. Neu ist die sogenannte „Suspended Animation“, wobei durch Sauerstoff-Entzug und gleichzeitige Kühlung auf bis zu 10 °C der Stoffwechsel für Stunden angehalten werden kann. Hierzu laufen bereits medizinische Studien am Menschen – was auch von der Raumfahrt mit Interesse verfolgt wird.

  • Jeden Tag sterben Menschen

    Wenn man aber kurz nach dem Tod den Körper und das Gehirn untersucht, so stellt man fest, dass fast alles noch genauso intakt ist wie bei einem lebendigen Menschen. Es sind oft „Kleinigkeiten“ in dem komplexen System Mensch die zum Systemversagen, also zum Tod führen. Viele Zellen sind noch für Stunden nach dem Tod lebensfähig und werden deshalb bereits heute z.B. für Transplantationen genutzt.

  • Doch in der Zukunft könnten diese Menschen gerettet werden

    Wahrscheinlich könnten Menschen die heutzutage gerade erst verstorben sind in einer fernen Zukunft wiederbelebt und geheilt werden. Aber was nützt uns diese Vermutung heutzutage? Die Technologie der Zukunft steht heute schließlich noch nicht zur Verfügung.

  • Kryonik: Der biologische Pause-Knopf

    Kryonik versucht mit den besten heutzutage zur Verfügung stehenden Mitteln die Körper gerade Verstorbener so zu konservieren, dass das Gewebe bestmöglichst erhalten bleibt. Diese Körper kann man zwar mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln nicht wiederbeleben. Aber man kann sie so vorbereiten, dass das in der Zukunft gelingen könnte.

  • Reanimation in der Zukunft

    Es besteht die begründete Hoffnung, dass man heute Verstorbene in einer fernen Zukunft wiederbeleben können wird, wenn die Körper gewebeschonend konserviert wurden. Selbstverständlich erfordert das sehr fortschrittliche Technologien, die dann aber auch in der Lage sein werden quasi alle Krankheiten zu heilen. Denn es würde keinen Sinn machen Menschen wiederzubeleben, wenn sie in ihren alten kranken Körpern weiterleben müssten, in denen sie verstorben sind.

Fragen zu Kryonik oder Biostase?

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