Versuch zur Hirnperfusion

Am 12.11.2014 waren der Vorsitzende der DGAB Michael Wagner und Karen Conrad – welche im medizinischen Bereich arbeitet – als Interessenten und Berater bei einem wissenschaftlichen Versuch zur Hirnperfusion zugegen und konnten Bilder machen. Das Ulmer medizinische Kompetenzteam testete eine auf das Gehirn zentrierte Perfusionsmethode mit auf 0°C gekühlter 75%iger Vitrifikationslösung VM1 am Körper eines vor etwa 24 Stunden Verstorbenen, der sich der medizinischen Wissenschaft vermacht hatte. Solche Versuche sind interessant für die Testung von gerinnungshemmenden Mitteln und des postmortalen Verschlusses von Gefäßen, sowie die Erhaltung von überlebenden Zellen u.a. für die Alzheimer Forschung. Die Perfusion wurde nach medianer Sternotomie sowie Eröffnung und Spreizung des Thorax über eine arterielle Kanüle in der aufsteigenden Aorta und eine venöse Kanüle in der Vena cava superior als extrakorporaler Kreislauf angelegt.

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Thorax und Herzbeutel sind eröffnet. Links (vom Betrachter aus) sieht man das rechte Herzohr gefolgt vom rechten und linken Ventrikel. Nach oben liegt links die Vena cava superior, rechts die Aorta ascendens und ein kleiner Abschnitt der Arteria plumonalis

Die Zentrierung auf das Gehirn wurde durch Unterbindung der Aa. subclaviae beiderseits und Abklemmen der Aorta descendens vorgenommenen. Der Kreislauf wurde von einer Rollerpumpe betrieben. Das System lief regelrecht, jedoch konnte der venöse Rückfluss nur durch einen Wasserstrahl betriebenen Sog erreicht werden.

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Instrumente und Rollerpumpe

Ein Fluss im geschlossenen Kreislauf wurde aufgegeben, da sich so lange nach dem Ableben sehr viele Koagula in der Lösung befanden. Frau Conrad schlug vor, zu versuchen ob Heparin entgegen der Theorie den Abgang der Thromben steigert (es werden immer wieder Erfahrungen in dieser Richtung diskutiert). Es wurden 35000 IE Heparin eingeführt. Es bestand der Eindruck, dass der Rückfluss sich dadurch etwas besserte. Standardisierte weitere Versuche wären wünschenswert um den Einfluss von Heparin zu falsifizieren oder zu verifizieren. Wie zu erwarten trat eine pralle Konsistenz an Gesichtshaut und Hinterkopf auf, welche die selektive Kopf Perfusion bestätigte.

Nach Entfernung der Klemmen und Kanülen wurde der Thorax verdrahtet und Die Hautwunde geschlossen. Der Versuch dauerte 3 Stunden.

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Ein Sog wird auf die venöse Kanüle ausgeübt.

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Der Thorax ist eröffnet und auf gespreizt. Die nach unten (im Bild oben) zeigende venöse Kanüle ist in die Vena cava superior eingebunden, die nach oben gedrehte in die aufsteigende Aorta.