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 Betreff: OT: Gehrin Konservieren ohne flüsSticks... 26.04.2011 – 00:08 Uhr 
Ernst Müller

Gast

Da eine Nachbildung des Gehirns mit künstlichen neuronalen Netzwerken in ferner Zukunft sicherlich umsetzbar ist, frage ich mich ob zum bloßen Informationserhalt des Gehirns nicht eine Konservierung z.B: in Phenol statt flüssigen Stickstoff ausreichen würde. Über längere Zeit eingelegte Gehirne sehen zumindest makroskopisch noch intakt aus. Wird das mit Phenol konservierte Gewebe (Synapsen / Neuronen) mit der Zeit mikroskopisch geschädigt? Ein konserviertes Gehirn könnte viel besser über längere Zeit gelagert werden. Gibt es da bereits Überlegungen?

 

Vielen Dank

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 Betreff: Re: OT: Gehrin Konservieren ohne flüsS... 26.04.2011 – 07:56 Uhr 
Marcus Beyer

Besten Dank für Ihre Anfrage!

Leider gibt es kaum Untersuchungen zu der Frage, ob solche Verfahren dauerhaft konservieren können. Weitere Überlegungen hierzu (philosophische mal außer acht gelassen) enden meist mit der Feststellung, dass die chemische Konservierung einen wesentlichen Nachteil hat: Ihre Effektivität bezüglich Informationserhaltung kann zunächst nur geschätzt/gemutmaßt werden, während bei der Kryokonservierung experimentell immer besser gezeigt werden kann, dass/inwiefern sie lebenserhaltend wirkt.

Ich empfehle den Artikel „Chemopreservation: The Good, The Bad and the Ugly“ für einen ersten Einblick in die Thematik.

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