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 Subject :Anti-Frost-Proteine (AFP) Forschung in D... 04.06.2011 – 10:11 Uhr 
Arno

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Neue Wege in der Stammzelltechnologie durch pflanzliche Anti-Freeze-Proteine

Pressemitteilung medways e.V./ Cluster Life-Sciences Mitteldeutschland, Jena vom 15.03.2011

Mit einem Gesamtprojektvolumen von 824.000 EUR fördert die Sächsische Aufbaubank (SAB) eine Produktentwicklung der BioPlanta GmbH, des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI), der VITA34 AG sowie des Leibniz-Institutes für Pflanzenbiochemie in Halle (IPB) zur Isolierung von sogenannten Anti-Freeze-Proteinen aus pflanzlichen Bioreaktorkulturen. Mit der Verwendung von solchen Proteinen sollen Alternativen zum derzeitigen Standard-Gefrierschutzmittel Dimethylsulfoxid (DMSO) gefunden werden, das als zell- und membranschädlich gilt. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und die Umsetzung der hochinteressanten Projektidee, pflanzliche Proteine bei der Kryokonservierung als Ersatz von DMSO einzusetzen.“, sagt Dr. André Gerth, Geschäftsführer der BioPlanta GmbH.

Inhalt des Projektes ist die Entwicklung eines biotechnischen Verfahrens zur Produktion von Anti-Freeze-Proteinen (AFP) in Pflanzenbioreaktoren. Anti-Freeze-Proteine oder auch Eisstrukturierende Proteine gehören zu der Klasse der Polypeptide. Sie wirken beim Einfrieren von flüssigen Substanzen der Eiskristallbildung und somit der großflächigen Zerstörung der Zellwände entgegen. AFP binden an kleine Eiskristalle (Eiskeime) und verhindern deren Wachstum und Rekristallisierung. Die Nutzung dieses Effektes erlaubt die Lösung einer ganzen Reihe von Problemen in der Humanmedizin, Lebensmittelindustrie und Biotechnologischen Prozesstechnik. So wäre es möglich, Organe wesentlich schonender über lange Zeiträume unter Kryobedingungen zu lagern. Ebenso bietet diese Technologie neue Perspektiven in der Langzeitlagerung von Blutkonserven oder Spermien. Anti-Freeze-Proteine können auch in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen. So wird die Erhaltung einer stabilen Konsistenz von tiefgefrorenen Lebensmitteln wie Speiseeis, Brötchenteig oder Milchprodukten derzeit mit Fischproteinen oder chemischen Zusatzstoffen realisiert, was jedoch nachteilig ist. Hier wäre ein Einsatz von pflanzlichen AFPs denkbar, die relativ einfach aus unbedenklichen Quellen wie Karotten, Spinat oder Pastinaken isoliert werden können.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die Ausarbeitung des Förderantrages und des kommerziellen Anwendungsszenarios wurde vom Cluster Life-Sciences Mitteldeutschland, einem regionenübergreifenden Verbund zur Unterstützung des Technologietransfers in den Lebenswissenschaften mit Sitz in Jena begleitet. „Die erfolgreiche Einwerbung dieser Forschungsmittel zeigt, dass unser regionenweiter Ansatz der gemeinsamen Prüfung von kommerziellen Anwendungen für Innovationen der Biotechnologie-Szene in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen richtig ist.“, freut sich Martin Pohle, Projektleiter des Cluster Life-Science Mitteldeutschland beim medways e.V. in Jena. Die Strategie des Netzwerkes ist es, Clusterarbeit stringent auf die Herausarbeitung neuer Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle zu konzentrieren, die das nachhaltige unternehmerische Wachstum fördern. Die Projektarbeit wird vorwiegend selbstständig durch Konsortien aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen gestaltet, die sich aus kommerziellem Interesse um mehrere Themen versammeln. So kann mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz hochqualitativer Technologietransfer geleistet werden. Auch für die Nutzung in der Lebensmittelindustrie vertrauen die Projektpartner auf den Cluster Life-Science Mitteldeutschland. Gemeinsam mit regionalen und internationalen Lebensmittelherstellern sowie Anbietern von Zusatzstoffen soll eine industrielle Anwendung in weiteren Projekten angegangen werden. Erste Kontakte zu Unternehmen in Belgien und den Niederlanden wurden bereits mit Hilfe der Erfurter Dependance des European Enterprise Network (EEN) geknüpft.

Weitere Informationen:
Martin Pohle, M.A., Projektleiter
medways e.V. c/o Cluster Life Sciences Mitteldeutschland
Wildenbruchstrasse 15
D-07745 Jena

Tel.: 03641-67 56 90
Fax: 03641-67 56 93
Email: pohle@cluster-biotechnologie.de
http://www.cluster-biotechnologie.de

Quelle: bio-city-leipzig.de

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 Subject :Re: Anti-Frost-Proteine (AFP) Forschung... 04.06.2011 – 10:05 Uhr 
Marcus Beyer

Es ist sehr erfreulich, dass es nun entsprechende Forschung hierzulande gibt.

Danke für den Hinweis!

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